Freitag, 4. Juli 2008

Things Japanese 4/ garakuta ichi

Auf den ersten Blick unterscheidet sich ein japanischer Flohmarkt ('garakuta ichi') nicht unbedingt von seinen westlichen Pendants.

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Ein zweiter Blick offenbart, dass die Unterschiede nicht nur in den angebotenen Waren begründet sind.

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Das Ambiente sieht dann doch etwas anders aus: Flohmärkte in Japan sind sehr häufig auf dem Gelände um Tempelanlagen angesiedelt.

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Dieser Flohmarkt am To ji in Kyoto wird allmonatlich zu Ehren des gelehrten Mönchs Kobo Dashi abgehalten.

Donnerstag, 3. Juli 2008

Things Japanese 3/ Denki

Der Himmel über japanischen Städten ist manchmal nur schwer aus zu machen. In Japan werden die Leitungen für Strom ('denki') überirdisch verlegt. Das wird damit begründet, dass oberirdisch verlegte Stromleitungen im Falle eines Erdbebens schneller zu reparieren sind. Na ja, wer’s glaubt.... Über die Gefahren, die dieses System gerade bei Erdbeben mit sich führt, wird hingegen eisern geschwiegen.

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Es brummt manchmal gewaltig aus diesen Verteilern, und manchmal sehen sie aus, als ob ein Hobbyhandwerker daran gebröselt hätte.

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Mir wäre der Gedanke, 30cm neben meinem Haus einen permanent brummenden Stromverteiler zu haben, unerträglich!

Mittwoch, 2. Juli 2008

Things Japanese 2/ bento

Wer jemals ein richtiges 'bento' von der Hand einer japanischen Hausfrau bekommen und verzehrt hat, wird das nie vergessen. Ein bento ist, schnodderig augedrückt, eine mitgebrachte Mahlzeit, also eine Lunchbox.
Japanische Hausfrauen und Mütter haben aber im Laufe der Jahre eine derartige Meisterschaft im Zusammenstellen einer Lunchbox erreicht, dass jeder, der einmal in den Genuß eines dieser köstlichen und optisch ansprechenden Kunstwerke gekommen ist, dies niemals vergessen wird.
Essen und Mahlzeiten sind in Japan extrem wichtig, so auch das bento. Die Bedeutung des bentos erkennt man auch daran, dass ihm in der Regel das neutral-höfliche Präfix ’o’ vorangestellt wird, also ’o bento’. Das ist kaum zu übersetzen, die’werte Lunchbox’ käme dem noch am nächsten.
Während der zwei Jahre, die ich im Rathaus eines kleinen Städtchens mitten in den Bergen auf Japans Hauptinsel Honshu gearbeitet habe, hatten wir häufig außerhalb des Rathauses zu tun. Das erste, was bei diesen Arbeiten organisiert wurde, war das ’bento’, das war immer das Wichtigste.
Natürlich kann man überall in Japan bentos kaufen, sie werden in allen Größen und Preisklassen angeboten. Sie werden mehrmals täglich frisch zubereitet und sind wirklich von sehr guter Qualität. Eine Besonderheit sind die beliebten ‚ekiben’: jeder größere japanische Bahnhof (‚eki’) bietet ein selbstkreiertes bento an. Manche dieser ekiben sind sehr berühmt und Reisezeitschriften haben eigene Rubriken, in denen ekiben von Gastrokritikern bewertet werden.

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ein eher bescheidenes bento

Hat man einen guten Platz im Zug gefunden, das Gepäck verstaut, dann wird von fast allen Reisenden sofort das bento und die Flasche Tee ausgepackt. So lässt es sich gut reisen!

Dienstag, 1. Juli 2008

Things Japanese 1/ Tsuyu

Der Japaner und der Regenschirm ('kasa'), das ist ein bekanntes Ärgernis. Kaum fällt ein Tropfen Regen vom Himmel, verlangt es den Japaner nach dem 'kasa'. Die berüchtigt detailreiche Wettervorhersage der Nachrichten (dauern in der Hauptnachrichtensendung der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalt NHK zähe 10 Minuten!) enden niemals, ohne dass dem Zuschauer gesteckt wird, mit welch prozentualer Wahrscheinlichkeit am nächsten Tag mit Niederschlägen zu rechnen ist, säuberlich aufgeteilt zwischen Vor-und Nachmittag.
Wenn man an Regentagen, oder an Tagen, an denen mit Regen zu rechnen ist, der Japaner also einen 'kasa' mit sich herumschleppt, wird in den Bahnen des öffentlichen Nahverkehrs per Durchsage besorgt und höflich darauf aufmerksam gemacht, man möge doch bitte den 'kasa' nicht vergessen....
Nicht auf Grund der zu erwartenden Feuchtigkeit graut es dem Ausländer hingegen vor Regen in Japan, aber dann haben 99% der Japaner einen Schirm in der Hand und es mutet dem 'gaijin' an, als geriere dieses Utensil zu einer Art Schwertersatz.
Im September, wenn die Taifune einer nach dem anderen und säuberlich durchnummeriert, über Japan hinwegfegen, regnet es ausgiebigst.
Die letzten beide Male, die ich in Japan war, 2003 und 2004, war es Herbst, und ich habe außerordenlich viel Regen erlebt.
Insbesondere das dichtest bevölkerte Tokyo ist, wenn es regnet und fast alle mit einem Schirm bewaffnet sind, schier unerträglich.
Das war einer der Gründe, warum ich in diesem Jahr im Juni nach Japan gereist bin. Obwohl mir bewußt war, dass im Juni die Regenzeit ('tsuyu') beginnt.
Man kann das Wort bzw. die beiden Zeichen, mit denen es geschrieben wird, als 'Pflaumenregen' übersetzen. Die grünen japanischen Pflaumen sind im Juni reif genug, um mit Zucker und Schnaps in großen Gläsern vermischt zu werden, um dann nach einem Jahr Ruhepause als köstlicher und hochprozentiger Pflaumenwein genossen zu werden. Andere Pflaumen werden während der 'tsuyu' mit sehr viel Salz vermischt und nach einigem Prozedere in einem irdenen Topf gelagert. Im nächsten Jahr werden die 'umeboshi' verspeist.
'Tsuyu' beginnt in der Regel am 7. Juni, schiebt sich vom südlichsten Zipfel Okinawas bis hoch in die nördlichste Spitze von Hokkaido. Mitte Juli ist alles vorbei.
In der Regenzeit regnet es oft und ausgiebig, dann helfen nur noch Gummistiefel. Aber ich setzte auf den Klimawandel und spekulierte auf eine 'trockene' Regenzeit. Ich hatte Glück: in 17 Tagen nur zwei Regentage!

Einen der Regentage erlebte ich in Kyoto, als ich von einem Tempel (Ginkakku ji) zum anderen (Nanzen ji) spazierte. Der Regen der Regenzeit ist anders: es regnet zunächst geringfügig, dann steigert er sich schnell zu rasanter Niederschlagsmenge, um dann an Intensität zu verlieren. Letztlich bleibt nur ein feiner Sprühregen übrig. Dies Prozedere kann sich mehrmals am Tag wiederholen - oder auch nicht.

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Zwischen Nanzen ji und Kyomizu dera erwischte ich eine Regenpause, dann goss es wieder in unglaublicher Intensität. Aber unter dem Dach des schönen alten Bauwerks liess sich der feine Duft des Regen prächtig genießen! Und das Bild, dass sich mir bot, fand ich ausnahmsweise sehr hübsch.

Montag, 30. Juni 2008

It could have been perfect...

Schade, der Pott wäre das perfekte Geburtstagsgeschenk gewesen, aber einen guten zweiten Platz nehmen wir auch!
Auf dem Weg ins Büro bin ich gegen 8:30 am Brandenburger Tor aka Fanmeile vorbeigeradelt, und da warteten bereits hunderte Fans sehnsüchtig auf die Nationalmannschaft.

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Wow, it could have been the perfect birthday present, but Germany’s second position in the Europena Championship isn’t bad at all.
When I cycled to my office today, I passed the Brandenburger Tor aka the 'fanmile'. Already before 8:30, people were waiting for the appearance of the German national soccerteam.


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Mal sehen, vielleicht spring ich gleich schnell aus dem Büro, es sind ja nur ein paar Meter zur Fanmeile.
Auf jeden Fall: Nach der EM ist vor der WM!!!
Maybe I join the crowd to celebrate the boys, they deserve it!!!


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Da sich bei mir in Sachen Handarbeit zur Zeit nicht viel tut, ich aber einen Haufen Fotos aus Japan mitgebracht habe, werd ich euch im Juli unter der Rubrik 'Things Japanese' jeden Tag etwas über dieses Land erzählen.

Donnerstag, 26. Juni 2008

Tadaima

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Tokyo, Senso ji

Schön war es in Japan, zu kurz, wie immer.
Japan was lovely, but the time beeing there too short - as always.

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Kyoto, Heian jingu


Ich war 3 1/2 Jahre nicht mehr in Japan, viele An- und Aussichten in Tokyo haben sich verändert, aber das ist in dieser Stadt normal.
I haven't been in Japan for about 3 1/2 years, I somehow didn't felt the urge to go here, but in the meantime some sights have changed dramatically - but that is the way it is.

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Kyoto,Ginkaku ji

Bei meiner Hinreise hatte ich ungefähr 24kg Gepäck dabei, die Hälfte davon Mitbringsel. Auf der Rückreise waren es 25k im Koffer, 18kg im Handgepäckskoffer und noch einmal 5kg in einem weiteren Stück Handgepäck: Magazine, viel Stoff, Stickgarn und -zubehör, Bänder, ein wenig Wolle, ein paar Strickutensilien, Papier, Reiscracker, ein wenig Geschirr und Mitbringsel für 20 Leute.
Da ich kein Strickzeug dabei hatte, habe ich in den letzten Wochen keine einzige Masche gestrickt - und ich hab's auch nicht vermißt.

Dienstag, 3. Juni 2008

FO and OFF

Noch ein Paar Socken sind, rechtzeitig zum Geburtstag meiner Freundin N., fertig geworden.

Another pair of socks is finished, just in time to be handed over to my friends N. birthday.

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Ansonsten gibt es nicht viel zu erzählen. Das soziale Leben hat mich fest im Griff, was mir grad so gar nicht in den Kram passt, denn ich muss ans Koffer packen denken. Selbst mit der Hilfe diverser Listen ist das eine zeitraubendes Unternehmen.

On other hands, there's not much to talk about. Social life has conquered more than it suits me, 'cause I better should prepare my next trip. Even with the help of various lists, it takes so much time to get ready.

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Am Samstag früh gehts los gen Osten. Dank einer extensiven Zwischenlandung in Kopenhagen schaffe ich es, mich mit einer Freudin im Stadtzentrum zu einem zweiten Frühstück zu treffen, bevor es weiter geht nach Tokyo.
Ich werde ein paar Tage in meiner 'zweiten Heimat' Tokyo verbringen und dann etwas herumreisen: u.a. werde ich Takayama, Kanazawa und Kyoto besuchen und dann Freunde in Osaka treffen. Anschließend geht es nochmal zurück nach Tokyo. Mehr als 2 1/2 Wochen am Stück kann ich in meinem Job leider nicht nehmen, aber besser als die eine Woche, die meinem Chef 'von oben' zugestanden wird.
So ihr Lieben, ich sag jetzt schon SAYONARA und wünsche euch einen schönen Juni!

On saturday morning, I'm leaving for Asia. I have a 5hr stop in Copenhagen and I'm going to meet a friend for an early lunch in the city centre before I leave for Tokyo.
The plan is to spent a couple of days in my some how 'second home town', Tokyo, before I travel around in the country (Hida Takayama, Kanazawa, Kyoto and Osaka). I finish my trip in Tokyo with lots and loads of shopping.
SYONARA, and I'll wish you a lovely June!

Samstag, 31. Mai 2008

Kino 24/ 2008

'Things We Lost In Fire', Susanne Bier

OK (a bit too long or too slow, if preferred), but Benicio del Toro is fantastic.

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Oh ja, gruselig! Danke für's bento - jetzt weiß...
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ich mach auch jeden tag O BENTO für die kids ;) nur...
eva (anonym) - 2. Jul, 18:23

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Zuletzt aktualisiert: 4. Jul, 15:37

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