Dienstag, 5. August 2008

How to....

"how to disappear completely"

Nein, ganz so schlimm ist es nicht, hänge aber gerade zutiefst fest in einer klangvollen Obsession, so dass ich nicht genau weiß, wann es hier weiter gehen wird.

Dienstag, 29. Juli 2008

Things Japanese 29/ Shokki

Auf der Liste meiner persönlichen TopTen-Weltküchen steht die japanische Küche eher im Mittelfeld. Dennoch koche ich zuhause häufig Japanisch. Der Lieblingsmann, noch immer in eine südamerikanische Metropole endsandt, greift bei Anwesenheit regelmäßig zu einem meiner japanischen Kochbücher, blättert ohne hinschauen durch, um auf einer beliebigen Seite das Buch aufzuschlagen. Und das Rezept muss ich dann zubereiten - ohne Rücksicht auf meinen Widerwillen.
Alle Aufenthalte zusammengerechnet, habe ich 4 ½ Jahre in Japan verbracht, und so kommt es, dass ich mittlerweile einen ganzen Schrank voll mit japanischem Geschirr (Shokki) und Kochutensilien habe. Denn wenn ich Japanisch koche, möchte ich die Speisen auch von adäquatem Geschirr essen.
Jedesmal, wenn ich in Japan bin, kaufe ich weiteres Geschirr. In diesem Jahr habe ich Stäbchen, zwei mittelgroße Schälchen und eine Kanne zum Zubereiten von grünem Tee mitgebracht sowie ein paar Teebecher’chen‘, eineeher bescheidene Aufstockung meines Inventars.

Photobucket

Jedenfalls kann man gar nicht genug Geschirr haben, das ist wie mit der Wolle. Zwei, drei Mal im Jahr mache ich größere und aufwendigere japanische Essen für Freunde. Pro Nase kommen da schon mal 14-16 Tellerchen und Schälchen auf den Tisch. Zum Glück haben Japaner ganz andere ästhetische Vorstellungen, was das Kombinieren von Farben und Formen beim Tafelgeschirr anbelangt. Es macht immer wieder Spaß, kompatible Ergänzungen einzukaufen.

Photobucket

In diesem kleinen traditionellen Laden in Tokyo, Asakusa, hat mir meine Freundin Y. ein kleines Behältnis mit Deckel gekauft, in dem ich seither die Marmelade für den Frühstückstisch aufbewahre.

Montag, 28. Juli 2008

Things Japanese 28/ Wagashi

Photobucket

Nein, was hier von einer Konsumentin in einem Tokyoter Edelkaufhaus sehnsüchtig betrachtet wird, ist keine kunstfertige Joiallerie eines Edelschmiedes, sondern Süßigkeiten traditoneller japanischer Provenienz: Wagashi.

Photobucket

Sind Sushi, Sashimi ect. in unseren Breiten zur Selbstverständlichkeit geworden, weiß man über klassische japanische Süßspeisen nicht viel. Wagashi sind in guter Qualität hier in Deutschland nicht zu bekommen, aber selbst in Japan haben viele Ausländer Probleme mit Geschmack, Konsistenz und Inhaltsstoffe von wagashi.
Viele wagashi werden auf der Grundlage von Azuki (roten Bohnen) hergestellt: es gibt Shiruko (eine Art Azuki-Schleim), Zenzai (Azuki-Brei) und Yokan (mehr oder weniger große Blöcke aus festem Azuki-Gelee). Dann gibt es Higashi, so etwas wie gepreßter Zucker, der eine Konsistenz von sehr weichem Holz hat. Und natürlich Mochi, einer Paste aus Klebreis – die, wenn sie in wagashi verwendet wird, sehr süß ist.

Photobucket

Aus diesen Grundlagen zaubern die japanischen Zuckerbäcker Kunstwerke, die je nach Jahreszeiten, lokaler Historie und Zeitgeschehen variieren. Einmalig schön! Wagashi werden immer mit grünem Tee oder Macha eingenommen. Und ich kann euch nur raten, probiert wagashi, wenn ihr die Gelegenheit habt – egal, was drin ist und egal, wie schön sie auch aussehen!

Photobucket

Der Produktion von wagashi liegt das Prinzip zugrunde, dass die Produkte alle fünf Sinne ansprechen sollen: Sehen, Tasten, Riechen, Hören, und Schmecken!

Sonntag, 27. Juli 2008

Things Japanese 27/ Nomiya

Boden ist in Japan kanpp und teuer, also werden da die Kneipen (Nomiya) häufiger übereinander gestapelt denn nebeneinander aufgereiht.


Photobucket


Die Schilder weisen auf Kneipen hin, die in diesem Haus vom Keller bis in den Himmel reichen.

Samstag, 26. Juli 2008

Vouge Knitting Fall 2008

Heute habe ich die Herbstausgabe der VK im Briefkasten gefunden. Ein paar Modelle haben es mir auf Anhieb angetan, ein Schal mit übergroßem basketweave pattern, ein wrap cardigan mit Zopfmuster, eine geräumige Jacke mit Perlmuster und überdimensionierten Kragen.
Im Gegensatz zu Rowan No 44 finden sich in der VK viele Modelle mit Zöpfen, ein eigenes Kapitel ist dem Thema Handschuhe, bzw. Fäustlinge gewidmet.
Im redaktionellen Teil findet sich Artikel zum Thema Stricken in Canada, Ravelry und Elizabeth Zimmermans Unternehmen Schoolhouse.
Ein recht gelungene Ausgabe, wie ich fnde!
Zeit ist gerade Mangelware insofern gehts erst morgen mit Japan weiter!

Freitag, 25. Juli 2008

Rowan No 44

Das neue Rowan-Heft ist heute eingetroffen! Beim näheren Hinsehen fallen doch mehr Modelle aus der Liste potentieller Projekte heraus, aber alles in allem ein schönes Heft.
Auf meiner Favoritenliste steht der LONG SLEEVE BACALL ganz oben, sobald ich die Farbkarte für das Kidsilk Aura habe, wird Garn bestellt. Weiterhin gefallen mir FONTAINE, das VINTAGE BERET, GARLAND sehr, und obwohl ich Lochmuster in Pullis oder Jacken nicht schätze, gefällt mir GARBO recht gut.
COLBERT JUMPER ist ein hübsches, anspruchsloses Pullöverchen - und Tapestry will ich schon seit langem ausprobieren. BRUEGEL ohne den Schnickschnack könnte ich mir gut als Sofajacke vorstellen...
Erstaunlich wenig Zopfgestricks gibt es in dieser Ausgabe zum 30jährigen Jubiläum, dafür werden viele Modelle glatt rechts gestrickt.
Das wird ein feiner Strickherbst, und was ich von der IK gesehen hab, ist auch besser als das überbordende Überalleinlochmusterundnocheinzopfmusterdrandklebzeugs.
You might excuse me now....

Donnerstag, 24. Juli 2008

Things Japanese 24/ non such

Sorry, heute gibt es keinen Beitrag zu Japan. Warum? Aus Protest gegen die Medienschlacht, die heute um den Besuch eines amerikanischen Politikers ausgetragen wird, der die Todesstrafe für gerecht erachtet, das Recht der Amerikaner, Waffen zu tragen, bekräftigte, Bush's ausser Kontrolle geratenen Gesetze zur inneren Sicherheit ohne Widerstand mit verabschiedet hat, der bei seinem Besuch in unserem Land keinem einzigen deutschen Medium Gelegenheit zu kritischen Fragen oder auch nur zu einem Gespräch bot, der sich dafür mehrere Stunden Zeit nahm, sich amerikanischen Medien, explizit dem TV, zu präsentieren.....usw.


25.Juli (supplement)
Ich war aus dienstlichen Gründen für den gestrigen Termin mit besagtem amerikanischen Politiker presseakkreditiert, was online getätigt wurde und somit wurden E-Mail-Adressen weitergeleitet.
Heute bekomme ich von 'Oba*a for America' eine E-mail mit folgendem Schreiben:

"Dear S...,
You have an opportunity to play a major role in this nationwide movement for change.
Dedicated volunteers like you have brought us this far. But to execute our strategy for the general election, we need supporters to step into one of the most important roles of our campaign.

If you're ready to take the next step, you are invited to attend a two-day Camp Oba*a training session near you.
Learn more about this special opportunity and apply to attend Camp Oba*a right now:
Camp Oba'a trainings offer a unique, in-depth look at the strategies and techniques that have driven this campaign.
These two-day sessions, to be held August 22nd - 23rd, are led by experienced Oba*a campaign staffers and other professional organizers who are eager to empower dedicated supporters like you.
After completing a camp session, attendees will be asked to fill essential volunteer positions in battleground states -- these are demanding roles, but they are a vital part of our election strategy.
Supporters with experience in community organizing or political campaigns are strongly encouraged to apply. But the only requirement is that you support Barack and be ready to turn your enthusiasm and energy into action.
Here are some of the skills you'll learn at Camp Oba*a:
·Tactics that will help you creatively and effectively organize voters
·Tips to increase the visibility of the campaign in your area
·Keys to mobilizing other volunteers to join our movement
Apply now for a Camp Oba*a training near you:

(hier kommt der DONATE button)

We're excited to invite our most dedicated supporters to get involved with the campaign in this crucial role.
Thank you for everything you're doing to build this movement,
Oba*a for America"

Und was steckt da hinter??? Talerklimpern, Scheinchenrauschen..... Unter anderem auf diese Art und Weise finanziert Herr Oba*a seinen Wahlkampf...!

Mittwoch, 23. Juli 2008

Things Japanese 23/ Ryokan

Ein Ryokan, das Wort setzt sich aus den Schriftzeichen für ‚Reise/unterwegs’ und ’Haus/Gebäude’ zusammen, ist eine traditionelle japanische Herberge, im Gegensatz zum Hotel. Auch wenn ein ryokan der einfacheren Form lediglich eine Übernachtungsmöglichkeit anbietet, ohne das sonst übliche Abendessen-und Frühstück, ist auch so ein Haus mehr als ein Hotel.
Wählt man einen ryokan zur Übernachtung, so erwartet einen immer ein traditionelles japanisches Zimmer, das mit tatamis ausgelegt und mit futon, einem Sitzkissen und einem niedrigen Tisch möbliert ist. Je nach Preisklasse gehört ein traditionell japanisch ausgestattetes Bad zum Raum, häufig werden aber Einrichtungen wie Duschen, japanisches Bad, Waschbecken und Toiletten gemeinschaftlich benutzt. Das ist in Japan unproblematisch, weil in diesen Nasszellen die Hygiene sehr groß geschrieben wird.
EIn besonderes Erlebnis wird ein Aufenthalt in einem ryokan, wenn man bereit ist, Geld in die Übernachtung in einem guten ryokan zu investieren. Ich hatte das Glück auf Grund meiner Position in Kusatsu mehrfach in recht berühmte, geschichtsträchtige ryokans eingeladen zu werden, mehrfach in Onsen – man hatte mehrere Räume, eine Veranda, einen Garten, ein rotenburo, ein Bad im Innern sowie verschiedene Bäder (innen und außen) im Gemeinschaftsbereich. Das Essen, das einem in einem der eigenen Räume serviert wird hat fast den Tisch zusammenbrechen lassen. Permanent wurden Schälchen und Schüsselchen aufgetragen. Und beim Frühstück, das spätestens um 8:00 serviert wird, gab es die gleiche Prozedur. Ich hatte das Glück, mehrfach in solche Häuser eingeladen zu werden - ich persönlich hätte so eine Herberge niemals finanzieren wollen oder können. Hier könnt ihr bei Interesse mehr über ryokan lesen.

Photobucket

In Takayama gibt es einen hübschen ryokan, den ich vor zehn Jahren entdeckte und in dem ich in diesem Jahr wieder meine Übernachtungen gebucht habe. Ein kleines aber schönes Zimmer von 4 ½ tatami(-Matten)*. In allen japanischen Herbergen, Hotels wie ryokans, liegen yukatas aus, das ist ein leichter Baumwollkimono. Normalerweise zieht man sich nach Ankunft einem ryokan (westliche) Kleidung aus und den yukata an. Mit diesen Kimonos läuft man im Ort herum, oder auch nur in der Unterkunft, man schläft auch darin.

Photobucket

Und damit wieder einmal etwas Handarbeit in dieses Blog kommt: das Bild im Hintergrund ist eine Stickerei der Hausherrin, aber dazu später mehr!



*= In Japan wird die Größe eines Raumes durch die Anzahl der tatami angegeben. Die Größe der Matten ist unterschiedlich, jeweils ca. 0,90 x 1,90. Als ich in Tokyo studierte, hatte mein Zimmer bzw. meine Wohnung ebenfalls eine Größe von 4,5 tatami (ca. 7,6qm²).

Aktuelle Beiträge

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Ich lese

Margriet de Moore
Erst grau dann weiß dann blau

Ich höre

Thom Yorke
Spitting Feathers

The Dead Weather
Dodge and Burn

Suche

 

Status

Online seit 6872 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 4. Mai, 12:13

Credits